Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung

Wurzelgemüse aus dem Ofen mit Wildkräuterdip


200g Frischkäse 
100g Creme Fraiche
2TL grobkörniger Senf
eine Hand voll Wildkräuter:
Vogelmiere
Waldschaumkraut
Knoblauchsrauke
ein Blech Wurzelgemüse:
farbige Rüebli
Kohlrabi
Petersilienwurzel

Sogar im Januar kannst du ein etwas super leckeres, frisches und saisonales Zubereiten und erst noch ohne viel Aufwand. Die Wildkräuter findest du meist an sonnigen Stellen im Wald und ist gleich ein Grund mehr um auch beim nasskalten Wetter das Haus zu verlassen. 
Frischkäse mit der Creme Fraiche und dem Senf cremig rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Danach die erbeuteten Kräuter gut waschen und kleingeschnitten beigeben. Das ganze darf nun mindestens eine Stunde ziehen. Natürlich bist du frei bei der Wahl der Kräuter, auch erste Gierschsprösslinge sind super geeignet und kommen Petersilie vom Geschmack sehr nahe. 
Danach das Gemüse rüsten und in gleich grosse Spaten schneiden. Diese dann in einer Schüssel mit Öl, genügend Salz und Pfeffer marinieren. Das Gemüse verliert durch das Salz nun etwas Wasser und wird so beim Backen nicht so weich. Nach kurzer Ziehzeit die Gemüsespaten auf ein Backblech verteilen und in den mit 200°C warmen Ofen schieben. Den Dip wieder aus dem Kühlschrank nehmen und gegebenenfalls nochmals abschmecken. Nach etwa 40min ist das Gemüse gar und es duftet schon herrlich in der Küche. 

herzhafter Kräuterspeckzopf


500 g Mehl 
1TL Salz
etwas Pfeffer
20g Hefe
3dl Milch
25g Butter, flüssig
175g Speckwürfeli
1 Eigelb zum bepinseln
1 gute Hand voll Kräuter

Mehl mit Salz und Pfeffer mischen und eine Mulde formen. Hefe in etwas Milch auflösen und die Mulde geben, danach restliche Milch mit der Butter hinzufügen und zu einen geschmeidigen Teig kneten. Mit einem feuchten Küchentuch eine Stunde abgedeckt Ruhen lassen. Beim Mehl nehme ich gerne eine Dinkel- Weissmehlmischung das gibt etwas mehr Geschmack. 
Danach Speckwürfeli in der Pfanne braten und auskühlen lassen bevor diese zum gequellten Teig kommen. Zum Schluss noch die kleingeschnittenen Kräuter mitkneten. Ich verwende was gerade so zu finden ist. Vorallem mediterrane Gartenkräuter wie Rosmarin und Thymian passen sehr gut. Diese ergänze ich mit Wildkräutern wie Brennessel, Spitzwegerich, Gundelrebe, Labkraut und fürs Auge ein paar Blüten. Wers etwas pikanter mag könnte noch eine kleingeschnittene Chilischote dazugeben. 
Nun den Zopf in Form flechten und so auf dem Backblech nochmals 30-60 min ruhen lassen. Den Ofen au 200°C vorheizen und den Zopf für die Optik noch mit Eigelb bepinseln. Nun ist auch schon die Arbeit getan. Dieser kommt nun für 35-45 Minuten in den Ofen. 

Holunderblütenessig

So simpel und so lecker! Schraubglas zu 1/4 mit Holunderblüten füllen, mit (Apfel)Essig auffüllen und zwei Wochen ziehen lassen. Das Glas regelmässig schütteln und am Schluss durch ein feines Sieb abfiltern. Fertig ist der süss-saure Essig - perfekt für jeden Salat! Natürlich eignen sich nicht nur Holunderblüten, auch deren Beeren, Veilchen und allerlei andere Kräuter bringen Farbe, Geschmack und gesunde Enzyme in den Essig. 

Kräutersalz

Kräuter nach Wahl mit zwei Teilen grobem Stein- oder Meersalz im Mörser (Mixer geht natürlich auch) zerkleinern bis eine grüne Masse entsteht. Diese dünn auf einem Backblech verteilen und im leicht geöffneten Ofen bei 50°C trocknen lassen oder 10 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen. Dabei immer wieder umrühren damit sich keine Klumpen bilden.
Hier eignet sich was das Herz begehrt, mediterrane Kräutermischungen, Bärlauch oder eine Mix aus Alpenkräutern als Andenken an die Bergferien.

gebratene Nachtkerzenknospe

Das Highlight im Sommersalt! Zum Glück wachsen Nachtkerzen fast überall, so muss man sich um deren Bestand keine Sorgen machen. Die geschlossenen Blüten (in der Nacht öffnen sie sich, daher der Name) in einer Bratpfanne mit wenig Öl goldbraun rösten. Dabei fangen sie lustig an zu tanzen und öffnen sich ein bisschen. Mit etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt eine superleckere Salatbeilage. Auch roh sind die Blüten unbedenklich geniessbar und eine schöne Deko. Sie schmecken nussig, mild und erinnern mich an Zucchiniblüten. 

Fruchtleder mit Hagebuttenmus


150g Tiefgekühlte Beeren nach Wahl
1 Apfel
100g Hagebuttenmus
1 EL Honig
2 EL Birkenzucker (alternativ Datteln oder Birnel)

Beeren bei kleiner Hitze auftauen, restliche Zutaten beigeben und alles bei geringer Temperatur vermengen. Mit dem Stabmixer pürieren, wer mag durch ein Sieb drücken um die kleinen Beerenkerne zu entfernen. Danach die Masse auf ein Backblech streichen (5mm dick) und im Backofen bei 50°C trocknen lassen. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, Kochlöffel in Türe klemmen und nun warten.. Nach 8-10 Stunden ist das Fruchtleder genug trocken um lange haltbar zu sein aber immer noch schön gummig. Es sollte sich gut vom Backpapier lösen, dann ist es ideal. Danach in Streifen schneiden, aufrollen und luftdicht verschlossen lagern. 
Mit einem Klick aufs Bild rechts findest du auch meine Viedeoanleitung. 
Natürlich eignen sich auch noch viele weitere Früchte (aber auch Gemüse) um dieses Fruchtleder zu machen. Eine gesunde und vitaminreiche Nascherei für die kalte Jahreszeit.

Wildkräuterrisotto 

200g Risotto-Reis
1 Zwiebel
10g Butter
3dl Weisswein
3dl Gemüsebouillon
Parmesan
Wildkräuter nach Wahl

Zwiebeln im Butter andünsten dann den Reis dazugeben und unter ständigen rühren glasig werden lassen. Nun mit dem Weisswein ablöschen. Kurz köcheln lassen und einen Teil der Bouillon dazu giessen. Wer mag kann hier noch ein paar Rüebli oder anders Gemüse dazugeben. Das ganze regelmässig rühren und immer wieder mit Bouillon sähmig köcheln lassen. Kurz vor Schluss kommen die Wildkräuter hinzu. Da diese nicht gar werden müssen, reichen 5min in der Restwärme. Ich verwende gerne jungen Giersch, Gundelrebe, Brennnessel, Fichtenspitzen, Knoblauchsrauke und Bärlauchblätter sowie Blüten. Zum Schluss eine gute Hand voll Parmesan darüberstreuen und mit etwas Blütendeko servieren. 

Wilde Gnocchis

Zugegeben es braucht etwas Zeit aber es ist die Mühe wert! Die wilden Gnocchis lassen sich super einfrieren und in nicht ganz so wilden Zeiten als schnelle und leckere Mahlezit wieder auftauen. Dazu passt eine einfache Rahmsauce, die Gnocchis haben von den Kräutern schon viel Aroma und brauchen dazu keine grossartige Begleitung. Auch nur in Butter angebraten, kann ich dieses Rezept sehr empfehlen. 
Beim Sammeln darf man hier auch wieder kreativ sein. Ich habe mich da für Bärlauch, Knoblauchsrauke und jungen Giersch endtschieden. 

500g festkochende Kartoffeln
2 volle Hände Wildkräuter
1 Ei
150g Mehl
20g Parmesan
Salz, Pfeffer und Muskatnuss

Die geschälten und weich gekochten Kartoffeln mit einem Stampfer fein zerdrücken. 
Die Kräuter waschen und sanft trocken tupfen. Ei mit den Kräutern mixen. Zu dem Kartoffelstampf Mehl und Gewürze geben, etwas vermengen und dann mit deim Ei-Kräutergemisch übergiessen. Daraus einen Teig formen der sich in 1-2 cm lange Rollen formen lässt. Die Teigstangen in 2cm lange Würfeli schneiden und wers kann über die Gabel ziehen für das typische Muster. Keine Angst auch ohne schmecken sie mega fein! 
Nun die Teiggnocchis in kochendes, gesalzenes Wasser geben und tauchen lassen bis sie schwimmen können. Danach abschöpfen und in Butter goldig anbraten.